"Hai" heißt "Asche" oder "aschgrau". "Hane" heißt "Flügel". Zusammen wird daraus dann "Haibane" (statt "Haihane"). "Ren" heißt u.a. "Gruppe", "Mei" heißt "Bündnis". Alles zusammen bedeutet der Titel dieses Animes also "Bund der Ascheflügel". Wenn man das weiß, ist man allerdings nicht viel schlauer als vorher ...
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Was also ist "Haibane Renmei" für ein Anime? Nun, stellen Sie sich einen richtigen Action-Kracher wie "Krieg der Sterne" oder "X-Men" vor, und davon dann das Gegenteil. "Haibane Renmei" ist ein sehr ruhiges, romantisches Märchen, in dem Wesen, die an Engel erinnern und sich Haibane nennen, die Hauptrolle spielen.
Die Geschichte beginnt mit der Geburt der Hauptfigur Rakka, wobei bei den Haibane eine Geburt so erfolgt, daß die betreffende Person aus einem Kokon schlüpft (bekleidet mit einem Hemd üblicherweise). Haibane kommen auch nicht als Babys auf die Welt, sondern in einem anscheinend zufälligen Alter zwischen Kind und Jugendlichem. Sie verbringen dann einige Jahre in ihrer Welt, die im wesentlichen aus der Stadt Guri, dem Umland und der alles umgebenden Mauer besteht. Dann irgendwann gehen sie in den geheimnisvollen Westwald und lösen sich in Licht auf.
Als Rakka erwacht, erinnert sie sich an ihren Traum und daran, daß sie vor diesem Leben als Haibane ein anderes hatte. Das ist aber leider alles. Sie erinnert sich nicht einmal mehr an ihren früheren Namen, geschweige denn an irgendwelche Orte oder Personen. Das alles beschäftigt sie eigentlich die ganzen 13 Folgen lang, doch sie ist nicht der Typ, der an solchen Rätseln und Problemen zerbricht, sondern sie findet sich mit ihrem neuen Leben ab und genießt es. Und das Leben einer Haibane hat einiges zu bieten, es ist vor allem sehr behütet und erfüllt mit ruhigem Glück und tiefen Freundschaften.
Das klingt nicht sehr spannend, aber Rakka entdeckt nach und nach, daß es in den Mauern von Guri und dem Haibane-Leben neben zahlreichen Rätseln und Geheimnissen auch tief-dunkle Seiten gibt, die sich in Folge 13 zu beachtlicher Dramatik steigern.
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"Haibane Renmei" ist kein ganz aktuelles Anime, und ich kannte die erste Folge schon länger. Erfreulicherweise wurden dann auf dem Anime-Marathon 2007 gleich vier Folgen gezeigt, was mich dazu brachte, am nächsten Werktag die ganze Serie zu kaufen, zur Abwechselung mal die deutsche Fassung, denn die kostet nicht die Welt, ist ohne nennenswerte Fehler (beim Herausfischen von Bildern merkt man, daß die Kompression ziemlich hoch eingestellt wurde, und ich könnte wetten, daß es nur Zufall ist, daß die Namen ziemlich richtig ausgesprochen sind, weil keiner dabei ist, bei dem deutsche Muttersprachler garantiert reinfallen, aber das sind Kleinigkeiten die kaum der Rede wert sind), und es hat vor allem eine wirklich gute deutsche Synchronisation. Und so kam ich zu einem Anime, das in meiner Bestenliste in der Spalte "Super" seinen Eintrag bekommen hat.
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Erschienen ist "Haibane Renmei" schon vor einiger Zeit als deutsche Ausgabe auf 4 DVDs mit einer wirklich gut gelungenen deutschen Synchronisation.
Ohne Zweifel ist dieses Anime eins der besten, die ich kenne. Da es hier allerdings so gut wie keine Action gibt, ist es sicherlich trotzdem nicht jedermanns Geschmack. Aber darüber läßt sich bekanntlich nicht streiten.
Zusammenfassung der Handlung (Folge 1 - 13)
Die Namen der Hauptfiguren sind hier mal wieder anklickbar (habe ich schon lange nicht mehr gemacht ;-)
| Rakka | ![]() |
j: Hirohashi
Ryou d: Shandra Schadt |
| Reki | ![]() |
j: Noda Junko d: Alexandra Mink |
| Nemu | ![]() |
j: Murai Kazusa d: Alisa Palmer |
| Kana | ![]() |
j: Miyajima Eri d: Angela Wiederhut |
| Kuu | ![]() |
j: Yajima Akiko d: Marlin Wick |
| Hikari | ![]() |
j: Orikasa
Fumiko d: Sonja Reichelt |
| Kuramori | ![]() |
j: Hisakawa Aya d: Melanie Manstein |
| der Washi | ![]() |
j: Ooki Tamio d: Christoph Jablonka |
| Hyouko | ![]() |
j: Suzuki Chihiro d: Dirk Meyer |
| Midori | ![]() |
j: Mizuno
Manabi d: ? |
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|---|---|---|
| der Kleiderverkäufer - es gehört den Regeln, denen die Haibane unterworfen sind, daß sie nur gebrauchte Kleider tragen dürfen. Und bei ihm hier kaufen sie sie meistens ein | ![]() |
j: Kuriyama Kouichi d: Gerd Meyer |
| der Uhrmachermeister - Kanas Chef. Er wirkt ein bißchen brummig, doch im Grunde sind er und seine Assistentin ein Herz und eine Seele | ![]() |
j: Aoyama Minoru d: Thomas Rauscher |
| die Heimmutter - aus der alten Fabrikruine kommen eine Reihe kleiner Haibane, die die meiste Zeit in Old Home leben, wo Reki und die Heimmutter sich um sie kümmern und sie unterrichten und verpflegen | ![]() |
j: Takeguchi Akiko d: Marion Hartmann |
| Sumika - Nemus Kollegin in der Stadtbücherei. Sie ist sehr freundlich und hilfbereit | ![]() |
j: Hanba Tomoe d: Ute Bronder |
| Daten: | Regie: Tokoro Tomokazu | Design: Takada Akira | Erscheinungsjahr: 2003 |
| Bewertung Animation: | |||
| Framerate: gut | Standbilder: einige | Zeichenqualität: sehr gut | Character-Design: konventionell, aber sehr ansprechend |
| deutsche DVD: | Sprachen: Japanisch, Deutsch | Untertitel: Deutsch | Extras: einige Vorschauen, Bildergalerie und ähnlicher Kleinkram |
| besonders positiv aufgefallen: sehr ansprechende deutsche Synchronisation | besonders negativ aufgefallen: keine Liste der deutschen bzw. japanischen Sprecher | ||
| Bewertung sonstiges: | Handlung: relativ wenig, aber ausgesprochen gekonnte Dramaturgie | Besonderheit: | Musik: sehr gutes Anfangs- und Abspannlied |
| Japanische Synchronstimmen: sehr gut | Deutsche Synchronisation: sehr gut | Untertitel: | Gesamt-Beurteilung: super |
Erstellt am 7.5.2007. Letzte Änderung: 20.10.2009