Die Wörterbuchübersetzung von "Kami" oder "Kami-sama" lautet "Gott", aber mit unserem einen und allmächtigen Gott hat "Kami" nichts zu tun. Vielmehr gibt es in der japanischen Shintou-Religion (, deren Oberhaupt der Tennou ist, ) zig Millionen Gottheiten, jede zuständig für irgend etwas, für einen Fluß, eine Quelle, einen besonderen Baum, für Laserdiscs (kommt hier tatsächlich vor) und so weiter und so weiter.
Zu all diesen Gottheiten gesellt sich in diesem Anime nun eine weitere, nämlich die japanischen Schülerin Hitotsubashi Yurie. Eines Nachts wird sie zur Gottheit befördert, und als sie am nächsten Tag aufwacht und, wie jeden Tag, zur Schule geht, tut sie das als frischgebackene Göttin. Allerdings weiß sie gar nicht, für was sie als Göttin nun eigentlich zuständig ist. Das bleibt eigentlich bis zum Ende so, aber irgendwann gibt sie sich den Namen "Mittelschul-Göttin" - "Kamichuu". Yurie verfügt tatsächlich über göttliche Fähigkeiten, ziemlich große sogar, und sie gibt sich alle Mühe, sich damit für ihre Mitmenschen nützlich zu machen.
Als neue und sehr mächtige Göttin erlebt sie allerlei seltsame Abenteuer, bleibt dabei aber immer das ziemlich schüchterne kleine Mädchen, das sie nun mal von Natur aus ist. Immerhin gelingt es ihr, sich einen Freund zu angeln, einen Schulkameraden namens Ninomiya Kenji, Vorsitzender und einziges Mitglied des Kanji-Zeichenclubs. Er paßt sehr gut zu diesem eigenartigen Anime, denn es beeindruckt ihn überhaupt nicht, daß das Mädchen, das sich für ihn interessiert, eine leibhaftige Göttin ist. Am Anfang, als Yurie bei den Mädchen schon ziemlich berühmt ist, kann er sich nicht mal ihren Namen merken. Aber auch alle anderen nehmen dieses Wunder mit einer erstaunlichen Gleichmütigkeit hin. Yurie ist jetzt eine Göttin - schön für sie, aber na und?
Die einzige, die sich für Yurie wirklich begeistert, ist Saegusa Matsuri. Ihr gehört nämlich ein Tempel, genauer gesagt ein Shintou-Schrein. Das heißt, eigentlich gehört er ihrem Vater, aber der interessiert sich dafür überhaupt nicht, also kümmert sie sich darum. Und eine Göttin zum Anfassen, die noch dazu allerlei Wunder bewirken kann, ist natürlich super gut fürs Geschäft. Und so kommt in den verstaubten, abgelegenen Raifuku-jinja wieder neues Leben.
Übrigens spielt diese Geschichte, anders als die meisten Animes, nicht in Tokyo, sondern in einem kleinen, etwas verschlafenen Städtchen namens Kishiwada, das an einem großen Fluß oder einer Meeresbucht liegt (weswegen Yurie und die anderen jeden Tag eine Fähre benutzen müssen, um zur Schule zu kommen).
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Erschienen ist dieses Anime im Westen als US-DVD.
Eine nette, unspektakuläre Geschichte ohne besondere Höhen und Tiefen, aber dennoch sehr unterhaltsam und irgendwie auch romantisch und originell. Und die Idee einer Mittelschülerin, die eines schönen Tages aufwacht und feststellt, daß sie eine Gottheit geworden ist, ist in der Animegeschichte wohl einmalig.
Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 16
| Hitotsubashi Yurie - sie geht in die 2. Klasse der Ishihama Mittelschule und erlebt als frisch gebackene Göttin seltsame Abenteuer, darunter sogar eins mit einem Außerirdischen | ![]() |
j: Mako e: Megan Harvey |
| Hitotsubashi Shoukichi - Yuries kleiner Bruder. Er ist ziemlich frech und vorlaut, und daß seine Schwester jetzt eine Göttin ist, beeindruckt ihn überhaupt nicht | ![]() |
j: Tsumura Makoto e: J.D. Stone |
| Hitotsubashi Akane - Yuries und Shoukichis fürsorgliche Mutter. Auch sie ist von dem Umstand, daß ihre Tochter auf einmal eine Göttin ist, überhaupt nicht beeindruckt | ![]() |
j: Itou Miki e: Karen Thompson |
| Saegusa Matsuri - ihrer Familie gehört der
Raifuku-jinja, ein Schrein hoch über Kishiwada. Der alte Herr Saegusa hat
allerdings daran nicht das geringste Interesse, und so überläßt
es die Verwaltung, die Ausrichtung von Feiern und alles, was sonst noch mit dem
Schrein zu tun hat, Matsuri und ihrer kleinen Schwester Miko. Im Grunde muß man sagen, daß Yurie trotz ihrer beachtlichen göttlichen Kräfte ohne Matsuri nur die Hälfte wert wäre, denn Matsuri ist es, die ständig Ideen ausbrütet (und umsetzt), was man alles machen kann mit einem eigenen Gott |
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j: Morinaga
Rika e: Lulu Chiang |
| Saegusa Miko - sie ist ganz anders als ihre große Schwester Matsuri, die hauptsächlich ans Geld und Profit denkt. Miko ist recht still, außerdem hat sie gewisse spirituelle Gaben und kann zum Beispiel Geister sehen. Sie ist ein bißchen in Yuries kleinen Bruder Shoukichi verknallt | ![]() |
j: Nonaka Ai e: Rachel Hirschfeld |
| Shijou Mitsue - Yuries und Matsuris Freundin. Sie muß alles mitmachen, was Matsuri so ausbrütet | ![]() |
j: Mine Kaori e: Erika Weinstein |
| Ninomiya Kenji - er ist mit Yurie in einer Klasse, hat das
aber noch nie bemerkt. Dementsprechend schwer hat Yurie es, ihn auf sich
aufmerksam zu machen, denn sie ist in ihn verknallt. Kenji ist Präsident
und einziges Mitglied des Kanji-Clubs. Da er keinen Raum bekommen hat, sitzt er
immer auf dem Schuldach und zeichnet dort seine Kanji. In Animes werden Jungen im Bezug auf Mädchen oft als etwas langsam und schwer von Begriff dargestellt, aber er ist wirklich erstaunlich dämlich |
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j: Miyazaki Issei e: Johnny Yong Bosch |
| Yashima-sama - er ist der Schreingott des Raifuku-jinja. Sein Hobby ist Rockmusik, was bei Matsuri aber auf entschiedene Ablehnung stößt. Da er ein Gott ist, können die meisten Menschen ihn weder sehen noch hören. Wenn er mit jemandem kommunizieren will, benutzt er daher zumeist Mitsue als Medium | ![]() |
j: Okano Kousuke e: Yuri Lowenthal |
| Tama - Yuries Katze hat sich mit dem Pleitegott angefreundet, was in Folge 3 für gewaltige Konfusion sorgt. Doch Yurie bekommt das am Ende gut in den Griff | ![]() |
j: Saitou Chiwa e: Carrie Savage |
| Benten / Benzaiten - die Göttin der Musik. Yashima-sama ist ein großer Fan von ihr | ![]() |
j: Watanabe
Akeno e: Tara Platt |
| Nishimura Ukaru - Yuries Konkurrent bei der Wahl zum Schulsprecher. Oder eigentlich muß man es umgekehrt sagen: Yurie ist sein Konkurrent, und das noch nicht mal auf eigene Initiative hin, sondern wegen einer Idee Matsuris | ![]() |
j: Kaida Yuki e: Lucian Lee |
| der Premierminister - anscheinend sind auch in Japan Politiker nicht allzu beliebt, wenn man sich mal seine Rolle hier anschaut. In Folge 4 spielt er eine der Hauptrollen, taucht aber auch in anderen Folgen gelegentlich auf | ![]() |
j: Houki Katsuhisa e: Michael McConnohie |
| Team Shiawase - Yuries göttliche Assistenten Shika (Hirsch), Ino (Wildschwein) und Chou (Schmetterling). Ihre Aufgabe ist es, Yurie dabei zu helfen, den Menschen Wünsche zu erfüllen, was sie auch mit Begeisterung tun | ![]() |
Ino-kun: Maeda Yukie Chou-chan: Fuken Misato Shika-kun j: Hattori Kanako |
| Hitotsubashi Kenkichi - Yuries und Shoukichis Vater. Genau wie fast alle anderen in diesem Anime ist auch er ziemlich ruhig und behäbig | ![]() |
j: Hoshino Mitsuaki e: Talis Axelrod |
| Saegusa Kouun - Matsuris und Mikos Vater. Ihm gehört der Raifuku-jinja, aber er will damit eigentlich nichts zu tun haben, sondern viele lieber Gemüse züchten | ![]() |
j: Iwao Mantarou e: Stephen Martello |
| Toufu-chan und Nattou-chan - zwei von Yuries Götterkollegen | ![]() |
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| Daten: | Regie: Masunari Koji | Design: Chiba Takahiro | Erscheinungsjahr: 2005 |
| Bewertung Animation: | |||
| Framerate: gut | Standbilder: wenige | Zeichenqualität: gut | Character-Design: die Münder sind teilweise ziemlich seltsam gezeichnet, und die Perspektiven stimmen manchmal nicht |
| Bewertung sonstiges: | Handlung: verschiedene Abenteuer und seltsame Erlebnisse | Besonderheit: eine Göttin liebt einen außergewöhnlich dämlichen Jungen | Musik: nichts auffälliges |
| Japanische Synchronstimmen: gut | Untertitel: gut | Gesamt-Beurteilung: sehr ungewöhnliche Idee gut umgesetzt | |
Erstellt am 25.5.2008. Letzte Änderung: 19.1.2010